Ein Hund zieht ein
Nachdem Nancy voller Elan in meinen Kofferraum gesprungen ist und sie ohne Murren Auto gefahren ist, dachte ich die Treppen werden kein Problem. Wir kamen ins Haus rein und sie nahm mit Schwung den ersten Absatz. Doch dann wurde ihr bewusst, dass man durch die Treppen ja höher kommt und vor allem von oben runter gucken kann. Die komplette Glasfront tat ihr übriges und sie weigerte sich weder runter noch weiter hoch zu gehen.
Weder Leckerchen noch gutes zureden noch alleine stehen lassen halfen. Doch lies sie sich nach einigem überreden Pfote für Pfote hinaufgeleiten. Beim zweiten Mal reichte schon ein kurzes Anheben und Ziehen und beim dritten Mal ging sie wie selbstverständlich hoch. Runter schien ihr von Beginn an weniger Probleme zu machen, als sie merkte, dass das Geschirr sie hält tappste sie herunter. Allerdings mag sie die offene Treppe in der Wohnung noch nicht.
Glas ist so durchsichtig
Nach einem langen Abschnüffeln der Wohnetage lies sie sich nach einer viertel Stunde auf »ihrem« Platz nieder und streckte die Läufe von sich. Mir folgte sie auf Schritt und Tritt (außer ich gehe nach oben). Den Balkon fand sie zuerst sehr spannend, kann man doch herunter sehen. Jedoch zeigte sich hier auch ihr Grundproblem mit dem Treppenhaus: Sie versucht durch das Glas hindurchzugehen, hat sich an der Eingangs- und Balkontür nun schon zweimal die Nase gestoßen. Ich denke, sie nimmt das Treppenhaus auch als frei schwebend war, wegen dem ganzen Glas davor.
Als verfressen kann ich sie bisher nicht bezeichnen. Leckerchen sind vollkommen uninteressant. Draußen will sie davon überhaupt nichts wissen, drinnen werden sie manchmal als Belohnung genommen. Da sie für Fressen zu Beginn überhaupt nichts übrig hatte und während ich gebacken habe, eher desinteressiert war, habe ich nach unserem ersten längeren Spaziergang den Fehler gemacht den fertigen Kuchen etwas aus dem Auge zu lassen g nachdem ich ihr jetzt ein paar Mal gezeigt habe, dass die Küche nicht für sie gedacht ist, bleibt sie dort fern und geht direkt in ihr Körbchen, wenn ich dort bin.
Draußen ist sie bisher total lässig. Andere Hunde werden von weitem beschaut und sie bleibt trotzdem an meiner Seite, selbst wenn die anderen Hunde zu ihr wollen. Autos, Busse, Radfahrer, Krach … nichts scheint sie aus der Ruhe zu bringen. Wenn sie sich mal erschrickt, drückt sie sich an meine Beine und läuft dann weiter. Selbst aufgescheute Gänse waren zumindest heute eher uninteressant. Aber das wird sich in den nächsten Tagen sicher noch legen bzw. erregen. Manchmal merkt man ihr aber auch einen Dickkopf an, mit dem sie dann unbedingt durchs Glas will oder an die eine Stelle die so toll riecht. Mal abwarten, was für Streiche sich daraus noch so ergeben.
Schlafen, Kuscheln und vor allem Schlafen
Sie liebt es sehr gestreichelt zu werden und hält mir gern den Kopf in die Hände. Jetzt liegt sie seit fast zwei Stunden in ihrem Platz, schnarcht und träumt vor sich hin. Ich finde toll, dass sie diesen Platz sofort als ihren erkannt hat und als ich vorhin selber gegessen habe, war sie sogar bereit sich von mir dorthin bringen/schicken zu lassen.